Ältere Kübel- und Wintergartenpflanzen radikal zurückschneiden?

Sträucher und Halbsträucher wie Zistrose (Cistus), Blauer Hibiskus (Alyogyne), Bleiwurz (Plumbago), Löwenohr (Leonotis), Prinzessinnenblume (Tibouchina), Sesbanie (Sesbania) oder Gewürzrinde (Cassia) sollten jährlich im Spätwinter kräftig eingekürzt werden. Sonst bleiben ihre Triebe zu dünn, knicken leicht um oder fallen auseinander. Ihr Astgerüst wird deshalb je nach Alter der Pflanzen alljährlich auf 15 bis 30 cm Trieblänge eingekürzt. Ohne diesen Radikalschnitt würden die Pflanzen rasch verkahlen und nurmehr schwach blühen. Geraten andere, strauchige Kübelpflanzen völlig aus der Form, kann man sie ebenfalls einem solchen Radikalschnitt unterziehen, allerdings nicht öfter als alle 5 bis 6 Jahre. Auf die Blüte müssen Sie für mindestens ein, häufig zwei Jahre verzichten. Nadelgehölzen bleibt diese Methode dagegen verwehrt, da sie aus altem Holz kaum mehr austreiben. Ebenfalls einer Radikalkur kann man palmenähnliche Pflanzen wie Drachenlilien (Dracaena), Palmlilien (Yucca) oder Keulenlilien (Cordyline) im Frühjahr unterziehen. Werden sie zu groß, lassen sich ihre Stämme an beliebiger Stelle kappen: Selbst danach völlig laublose Exemplare treiben willig wieder aus, oft sogar mehrfach verzweigt. Haben Sie einige Monate Geduld, bis die ersten Seitenknospen sprießen und halten Sie die Erde in dieser Zeit nur leicht feucht.

Rosen des Winters

In Deutschland findet man nicht besonders viele Informationen über Kamelien und auch Käufer finden selten ein großes Angebot. Und noch immer hält sich der Irrtum, Kamelien seinen empfindliche für unsere Breiten ungeeignete Zimmerpflanzen. In  diesem Beitrag habe ich daher einiges Wissenswertes über Kamelien zusammengetragen, die wegen ihrer Schönheit zurecht auch „Rosen des Winters“ genannt werden.

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Bewässerungssysteme für Topf- und Wintergärten

 

Welche Bewässerungssysteme stehen für Pflanzenliebhaber zur Verfügung?

1. Schwitzschläuche: Diese Technik ist nur in Beeten einsetzbar. Hierbei werden unter- oder oberirdisch poröse Schläuche verlegt, die über ihre Wände Wasser abgeben. Da sich die feinen Poren leicht zusetzen können, ist diese Technik ohne laufende Prüfung ungenau in der Dosierung. Vor allem in der Erde verlegte Schläuche sind kaum kontrollierbar. Der positive Effekt, dass die Schläuche unsichtbar sind, wird daher meist aufgewogen.

2. Sprühanlagen: Ebenfalls nur sehr bedingt einsetzbar im Kübelpflanzenbereich sind Beregnungssysteme. Durch die Bewässerung von oben wird die Erde in den Töpfen unterschiedlich stark benetzt. Überschirmen dichte Kronen die Töpfe, leiten sie beinahe alles Wasser ab. Um alle Pflanzen durchdringend zu befeuchten, ist sehr viel Wasser nötig, wovon das meiste ungenutzt abfließt. In Wintergärten ist es nahezu unvermeidbar, dass der feine Sprühnebel, der den Düsen entweicht oder sich indirekt aus den Tropfen bildet, die Scheiben benetzt.

3. Urlaubsbewässerung: Für einige Tage Abwesenheit können Sie mit Wasser gefüllte Flaschen mit dem Hals voraus in die Erde stecken. Das Wasser fließt langsam aus. Aber Vorsicht: Die Wassermenge ist sehr gering! Zieht man Kerzendochte durch die Abzugslöcher der Töpfe und lässt ihre Enden in einen Wasserbehälter münden, saugen diese Wassertropfen hoch und tränken die Erde.

Bäume für den mediterranen Garten in Mitteleuropa

BLÜTENBÄUME FÜR MEDITERRANE GÄRTEN HIERZULANDE
Gehen Sie auf Entdeckungsreise, welche ungeahnten Schönheiten Sie in Ihren Garten pflanzen können, über die Nachbarn und Freunde sicher staunen werden.

Neben einem Mandelbaum (Prunus dulcis) darf in einem mediterran gestalteten Garten nördlich der Alpen ein JUDASBAUM (Cercis) – oder gleich zwei sicher nicht fehlen. Denn Sie haben die Wahl haben zwischen dem grünblättrigen Judasbaum (Cercis siliquastrum) und dem rotblättrigen Kanadischen Judasbaum -Forest Pansy- (Cercis canadensis). Beide sind unseren Wintern ausgepflanzt im Garten gewachsen und begeistern im Frühling mit einer Fülle rosafarbener Blüten, die direkt den Zweigen entspringen, und im Sommer mit herzförmigen Blättern. Da der Kanadische Judasbaum (Cercis canadensis) der Winterhärtezone 7 zugeordnet wird, braucht er keinerlei Winterschutz.

Cercis canadensis, Cercis canadensis Forest Pansy – Kanadischer Judasbaum, Redbud
Cercis siliquastrum – Judasbaum, Gewoehnlicher Judasbaum, Judas Tree, Love Tree

KREPPMYRTEN (Lagerstroemia indica) sind dank ihrer spätsommerlichen Blüte nicht nur im Mittelmeerraum als kleine Alleen oder Vorgartenbäume beliebt, sondern finden auch hierzulande immer mehr Anhänger. Mit Winterhärtezone 7 ist sie, eingebunden in den Garten, ohne Schutz gartentauglich und begeistert mit der Leuchtkraft ihres Flors.

Lagerstroemia indica Rosea, rosa – Rosa Kreppmyrte, Rosafarbene Kraeuselmyrte, Indische Kräuselmyrte, Pride-of-India, Queen’s Crape Myrtle

IMMERGRÜNE MAGNOLIEN (Magnolia grandiflora) vereinen Blatt- und Blütenschmuck auf herrliche Art. Die immergrünen Blätter erinnern auf den ersten Blick an Gummibäume – doch anders als diese hält sie mit Winterhärtezone 6 selbst strengen Frost Stand. Im Sommer punktet sie zusätzlich mit riesigen, intensiv duftenden, schneeweißen Blüten. Einzig achten muss man im Sommer wie im Winter (!) auf eine ausreichende Bodenfeuchte, d. h. bei Dürre im Sommer und ebenso im Winter bei sonnigem Wetter wässern, damit es nicht zu Frosttrocknis kommt.

Magnolia grandiflora – Immergruene Magnolie, Duftende Magnolie, Bull Bay, Evergreen Magnolia, Southern Magnolia

SEIDENBÄUME (Albizia julibrissin) zählen mit zu den schönsten Blütenbäumen, die der Exoten-Garten zu bieten hat. Ihre rosa-weißen Pinselblüten schmücken das feine Fiederlaub im Hochsommer zu hunderten. Seidenbäume sind gut kälteverträglich (WHZ 7-8), sofern eine gleichmäßige Bodenfeuchte auf niedrigem Niveau gewährleistet ist. Staunässe gilt es zu vermeiden.

Albizia julibrissin – Seidenbaum, Schlafbaum, Seidenakazie, Silk Tree

TULPENBÄUME (Liriodendron tulipifera) blühen so wundersam, wie ihr Name vermuten lässt. Ihre grün-orangefarbenen Blüten sind tulpenförmig, ihr Laub erinnert an Entenfüße und färbt sich im Herbst leuchtend gelb. Die international gängige Einstufung in Winterhärtezone 6 macht Winterschutzmaßnahmen überflüssig.

Liriodendron tulipifera – Tulpenbaum, Amerikanischer Tulpenbaum, Canary Whitewood, Tulip Polar, Tulip Tree

BLAUGLOCKENBÄUME (Paulownia tomentosa) stellen die bei Bäumen seltene Blütenfarbe Blau in bis zu 30 cm langen, aufrechten Rispen zur Schau – ein himmlisches Erlebnis, das ein Stück südländisch-üppige Urlaubsgefühl zu uns in den Norden holt.

Paulownia tomentosa – Blauglockenbaum, Kaiserbaum, Kaiserpaulownie

MEDITERRANE EICHEN wie die Korkeichen (Quercus suber) zählen zwar nicht zu den Blütenbäumen, sehr wohl aber zu den mediterranen Charakterpflanzen, die in wintermilden Gegenden Deutschlands ein Auspflanzen im Garten erlauben.

Quercus suber – Kork-Eiche, Cork Oak

 

Die echten MITTELMEER-ZYPRESSEN (Cupressus sempervirens) mit ihrem raketenförmigen Wuchs hat mit Minusgraden von minus -10-15 °C keine Probleme. Kritisch wird es nur, wenn die Wintersonne den Kronen mehr Wasser entzieht, als die Wurzeln nachliefern können – z.B. bei gefrorenem Boden. Deshalb ist im Winter entweder ein beschatteter Platz oder eine Schattierung ratsam, z. B. ein Einwickeln in Schattiernetz, Vlies oder Bastmatte.

Cupressus sempervirens – Mittelmeer-Zypresse, Säulen-Zypresse, Italienische Zypresse

PINIEN (Pinus pinea) sind mit ihren schirmförmigen Kronen nicht nur Schattenspender, sondern auch markante Erscheinungen im Garten. Sie halten Temperaturen bis minus -10°C ohne Schutz stand, wer die Kronen in den Anfangsjahren mit einem Schattiernetz vor der Wintersonne schützt, kann sie auch in raueren Lagen pflanzen. Wichtig: Durchlässige, steinige oder sandige Erde.

Pinus pinea – Pinie, Schirm-Kiefer, Stone Pine, Umbrella Pine

Blattdünger oder normaler Dünger: was ist besser für meine Pflanzen?

Klassischerweise werden Kübel- und Wintergartenpflanzen über die Erde gedüngt. Im Boden werden die Nährstoffe aufgeschlossen, von den Feinwurzeln aufgenommen und in der gesamten Pflanze verteilt. Die Nährstoffaufnahme über die Blätter ist für die Pflanzen meist nur ein Zusatz, der in den Tropen von weit größerer Bedeutung ist als in anderen Klimazonen, denn hier ist jedes Quäntchen Nährstoff wertvoll. Da wir jedoch bestrebt sind, unsere Topfpflanzen optimal zu versorgen, überwiegen die Nachteile einer Blattdüngung. Zum einen muss die Dosierung sehr feinfühlig erfolgen. Als Grundregel geht man von einer Dosierung aus, die der Hälfte der Konzentration bei einer Wurzeldüngung entpricht. Da Dünger Salze sind, kann es sonst zu Gewebeschäden kommen. Blattdünger hinterlassen überdies Flecken auf den Blättern, die optisch stören und bei direkter Besonnung zu sekundären Blattschäden führen können. Legitim ist der Einsatz dagegen bei akuten Mangelerscheinungen, z.B., wenn die Eisenaufnahme der Wurzeln durch zu niedrige pH-Werte unterbunden ist. Hier kann eine Eisengabe über die Blätter rasch zur Genesung führen. Nichtsdestotrotz sollten Sie auch hier die Ursache beheben und dann wieder über die Wurzeln düngen.

Bananen – Tropeninseln für den Garten

Vor einigen Wochen hatte ich bereits Vorschläge für geeignete Bananenpflanzen für die Wohnung und den Wintergarten gemacht. Mit der Japanischen Faser-Banane (Musa basjo) und der Darjeeling-Banane (Musa sikkimensis) stehen Pflanzenliebhabern zwei Bananen-Arten zur Auswahl, die auch in Mittel- und Nordeuropa in den Garten ausgepflanzt werden können.  Sie sind daher für alle interessant, die dem Garten exotisches Flair verleihen möchten.

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Frohe Weihnachten

Weihnachten ist die Zeit um zurückzublicken und dankbar zu sein für Familie und Freude, für alles, was gut und schön war. Ihnen und Euch allen wünsche ich friedvolle, gesunde, glückliche und zufriedene Tage an Weihnachten und das ganze Jahr.

Tina Geiger

 

 

Erdbeerernte

In der hektischen Vorweihnachtszeit wollte ich mir einen Tag Auszeit gönnen. Einen Tag nicht arbeiten und auch nicht die üblichen Weihnachtsvorbereitungen treffen. Eine Einladung führte mich nach Frankfurt. Was gibt es da Besseres als einen Besuch im Palmengarten. Sie werden denken, doch nicht zu dieser Jahreszeit. Aber gerade im Winter hat ein schöner Garten seinen ganz besonderen Reiz.

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Italien ist immer eine Reise wert

Wir waren in Italien unterwegs. Jedes Jahr besucht mein Mann mehrmals die italienischen und spanischen Partner von Flora Toskana, um für Kunden besondere Pflanzenwünsche zu suchen oder um sich über neueste Pflanzen zu informieren. Wenn es meine Zeit zulässt, begleite ich ihn. Von den Partnern erhalte ich jedes Mal wertvolle Pflegetipps, jede Menge Informationen zu bestimmten Pflanzen und wir tauschen Erfahrungen aus.

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