Wunderschöne Kübelpflanzen für schattige Plätze auf Balkon und Terrasse

Wer einen schattigen Sitzplatz sein Eigen nennt, fühlt sich oft benachteiligt gegenüber den „Sonnenlagen“. Doch es gibt eine ganze Reihe klassischer wie spannender Kübelpflanzen, die im Schatten genauso reich und exotisch blühen. Wir stellen Ihnen die besten Kübelpflanzen für den Schatten vor.

1. Vorschlag für schattige Lagen:
Die KLEBSAMEN (Pittosporum) punkten in schattigen Topfgärten mit ihrem runden, glänzenden Laub ebenso wie mit ihrem dichten Wuchs, den duftenden Blüten und auffälligen, rot-orangen Früchten – braucht man da noch mehr Argumente?

Pittosporum tobira Nanum – Klebsame

2. Vorschlag für schattige Lagen:
Die immergrünen STERNJASMINE (Trachelospermum) hellen jede schattige Terrasse und jeden Balkon mit ihren unzähligen, weißen oder zartgelben Radblüten während ihrer sehr langen, sechs- bis achtwöchigen Blütezeit auf – und duften dabei süß, kräftig, aber nie aufdringlich.

Trachelospermum jasminoides – Sternjasmin, Chinesischer Stern-Jasmin, star jasmine

3. Vorschlag für schattige Lagen:
Die kleinen ORANGENBLUMEN (Choisya ternata) fühlen sich in kühlen, luftfeuchten Schattenlagen besonders wohl und zeigen hier im Frühjahr ihren üppigen Flor weißer, intensiv duftender Blüten. Dank ihrer Kältetoleranz kann man Orangenblumen sogar dauerhaft im Garten auspflanzen.

Choisya ternata – Orangenblume, Mexican Orange Blossom

. Vorschlag für schattige Lagen:
Bei den JAPANISCHEN KAMELIEN (Camellia japonica) fällt es angesichts der Sortenfülle nachgerade schwer, sich für die eine oder andere, rosenähnliche Schönheit zu entscheiden. Egal, ob Ihre Wahl auf eine rote, rosafarbene, weiße oder mehrfarbige Spielart fällt: Ihnen allen ist die Vorliebe für kühle, schattige Plätze gemeinsam, an denen sich ihr excellenter Flor bereits sehr früh im Jahr zur vollen Schönheit entfaltet.

Camellia japonica – Kamelie, Japanische Kamelie, Rose-des-Winters

5. Vorschlag für schattige Lagen:
Für IMMERGRÜNE MAGNOLIEN (Magnolia grandiflora) gilt es, etwas mehr Platz auf Ihrer Schatten-Terrasse einzuplanen. Denn die zunächst buschigen Blattschmuckpflanzen wachsen mit den Jahren zu Bäumen heran, die sich im Hochsommer mit riesigen, duftenden Blüten schmücken.

Magnolia grandiflora – Immergruene Magnolie, Duftende Magnolie, Bull Bay, Evergreen Magnolia, Southern Magnolia

6. Vorschlag für schattige Lagen:
Die DUFTBLÜTEN (Osmanthus) machen ihrem Namen mit einem Blütenparfüm alle Ehre, an dem man sich gar nicht satt riechen kann. Eine Pflanze genügt bereits, um einen schattigen Sitzplatz in süße Duftwolken zu hüllen, erst recht eine Kombination verschiedener Duftblüten-Arten, die sehr gut miteinander harmonieren.

Osmanthus fragrans – Suesse Duftbluete, Fragrant Olive, Sweet Olive, Sweet Osmanthus

7. Vorschlag für schattige Lagen:
Die bekannten HANFPALMEN (Trachycarpus) sind keineswegs reine Sonnenanbeter. Im Gegenteil: Sie fühlen sich in halbschattigen Lagen wohler und lassen auch im Schatten nicht an Vitalität nach. Das macht sie zu echten Stars für Schattenterrassen, denn sie zaubern auch ohne Sonne südländische Atmosphäre herbei.

Trachycarpus fortunei, Hanfpalme, Chinesische Hanfpalme

8. Vorschlag für schattige Lagen:
Die große Familie der BANANEN (Musa, Ensete) bietet eine Fülle tropisch anmutender Blattschmuckpflanzen – und das für absonnige, schattige Plätze auf der Terrasse, dem Balkon oder im Wintergarten. Denn die weichen Blätter vertragen volle Sonne nicht: sie bekommen hier leicht einen Sonnenbrand. Deshalb sind windgeschützte (damit die schmucken Blätter nicht einreißen) und warme Lagen ohne Sonne ideal.

Musa basjoo – Japanische Faser-Banane, Faserbanane, Japanese Banana

9. Vorschlag für schattige Lagen:
Der HEILIGE BAMBUS (Nandina domestica) zählt ganz und gar nicht zu den gleichnamigen Riesengräsern. Er bildet mehrtriebige Büsche, deren Blätter sich im Jahresverlauf mehrmals umfärben und große Blütenrispen mit roten Beeren tragen: ein attraktives Schauspiel.

Nandina domestica – Heiliger Bambus, Himmelsbambus, Nandine, Heavenly Bamboo, Sacred Bamboo

 

 

Welche Pflanzen eignen sich für sonnige, heisse Süd-Terrassen und Süd-Balkone?

Uns erreichen im Sommer unzählige Hilferufe (www.flora-toskana.de) von Kunden, dass auf ihren vollsonnigen Südterrassen „immer alles eingehe“ und man dringend nach „sonnenverträglichen Pflanzen“ suche. Dazu eines vorab: Probleme in sonnigen Topfgärten resultieren in den seltensten Fällen aus einer „Sonnenempfindlichkeit“ der Pflanzen, sondern AUS TROCKENHEIT.

Je sonniger – und damit heißer – eine Fläche ist, UMSO SORGFÄLTIGER MUSS MAN GIESSEN. Das bedeutet im Sommer mindestens EINE, SEHR REICHHALTIGE WASSERGABE PRO TAG, auch mal zwei pro Tag! Zusätzlich kann es nötig sein, die Töpfe so zu stellen, dass die Wurzeln beschattet sind, damit diese nicht überhitzen. Denn überhitzte Wurzeln drosseln ihre Aktivität und können trotz feuchter Erde kein Wasser aufnehmen.
Solange Ihre Schützlinge gut mit Wasser versorgt bleiben, halten alle Pflanze mit festen, dicken Blättern der Sonne sehr gut stand. Wirkliche Sonnenschäden mit unregelmäßigen braunen Flecken auf den Blättern (Sonnenbrand) sind im Sommer nur bei Pflanzen mit sehr weichen, dünnhäutigen Blättern zu befürchten (z.B. Bananen).

Musa basjoo – Japanische Faser-Banane, Faserbanane, Japanese Banana

Im Folgenden stellen wir Ihnen dennoch eine Auswahl besonders hitzeverträglicher Kandidaten für vollsonnige Terrassen, Balkon und Wintergärten vor, die dank fester, dickhäutiger Blätter selbst mit Extremlagen bestens klarkommen  – eine konstante Wasserversorgung vorausgesetzt!

1. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Die beliebten OLIVENBÄUME (Olea europaea) sind an Hitze und starke Sonneneinstrahlung bestens angepasst. Nicht umsonst werden sie im gesamten Mittelmeerraum angebaut, wo die Sonne im Sommer unerbittlich sein kann.

Olea europaea – Olive, Olivenbaum, Oelbaum, Ölbaum, Olivier

2. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Die australischen ZYLINDERPUTZER (Callistemon) sind aus ihrer Heimat Sonneneinstrahlungswerte gewöhnt, die hierzulande selbst in den besten Sommern nicht auftreten. Besser noch: Die Sonne entlockt den festen Blättern ihren zitrusfrischen Duft, indem sie die ätherischen Öle verdampft, und facht den feurigen Flor an.

Callistemon, Callistemon citrinus – Zylinderputzer, Lampenputzer, Schoenfaden, Bottle Brush Bush

3. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Für PARADIESVOGELBLUMEN (Strelitzia reginae) ist kein Platz zu heiß, kein Tag zu sonnig. Sogar kurzfristige Trockenheit ist sie in der Lage, mit Hilfe des Wasservorrats in ihren dicken Wurzeln zu überbrücken, so dass selbst „Gießmuffel“ mit dieser Schönheit auf vollsonnigen Terrassen Erfolg haben.

Strelitzia reginae – Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

4. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Die graugrüne Farbe ihrer Wedel ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass GELLEE-PALMEN (Butia) an volle Sonne und Hitze angepasst sind. Für Terrassen und Balkone mit Südausrichtung machen sie sich mit ihrem eleganten Wuchs und einer ganzen Palette guter Eigenschaften unverzichtbar.

Butia capitata – Gelee-Palme

5. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Als immergrüner Strauch listet die BRASILIANISCHEN GUAVEN (Acca sellowiana) eine Reihe von Vorzügen auf. Nicht nur, dass sie mit ihren festen, graugrünen, mediterran anmutenden Blättern sommerlicher Hitze und voller Sonne bestens standhält, sondern sie setzt ihrer Robustheit wunderschöne Blüten und essbare, leckere Früchte auf.

Acca sellowiana – Brasilianische Guave, Feijoa, Pineapple Guava

6. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Der lockere Wuchs der PARADIESVOGELBÜSCHE (Caesalpinia gilliesii) erlaubt es, dass man für die hitze- und sonnenverträglichen, sommergrünen Sträucher überall einen Platz im Topfgarten findet. Ihr Schutzmechanismus gegen die austrocknende Kraft der Sonne sind sehr kleine Blätter – aber riesige, bizarre Blüten!

7. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Immer top in Form präsentieren sich die extrem langsam wachsenden PALMLILIEN (Yucca rostrata). Für sie kann es gar nicht heiß und sonnig genug sein, denn das erinnert die Mexikaner an ihre Heimat, in der sie Trockenheit und nächtlicher Kälte trotzen. Ihr akkurater Wuchs macht die exklusiven Pflanzen zu Stars auf jeder Sonnen-Terrasse.

Yucca rostrata, Blaublättrige Palmlilie

8. Vorschlag für Pflanzen im Topf an vollsonnigen, heißen Plätzen:
Aus der Gruppe der robusten ZWERGPALMEN (Chamaerops) bietet sich vor allem die graublättrige Sorte ‚Cerifera‘ an, doch auch die kompakt wachsende ‚Volcano‘ und die ursprüngliche Art (Chamaerops humilis) sind ein Klasse-Trio für jede vollsonnige Südterrasse oder nach Süden ausgerichtete Wintergärten.

Chamaerops humilis – Zwerg-Palme, Zwergpalme, Palmito, Mediterranean Fan Fern

Blattläuse an Kübel- und Wintergartenpflanzen: Erkennen und Behandeln

Unter der großen Gruppe der Schildläuse fasst man Wollläuse, Deckel-Schildläuse, Sackläuse, Schmierläuse und viele andere zusammen. Gemeinsam ist ihnen eine Schutzhülle, unter der sich die Tiere verstecken. Bei Deckel-Schildläusen sind diese Schutzschilde meist flach, oval und dicht an die Blätter oder Zweige gepresst. Sie sind meist bräunlich gefärbt und nur bei genauerem Hinsehen zu entdecken.

Wollläuse umgeben sich mit einem weißen Filz aus Haaren, die wie Wattebäusche aussehen. Sie sitzen meist in den Blattachseln oder entlang der Zweige und Stämme. Sackläuse bilden eine weiße, geriffelte und gefranste Hülle von tropfenartiger Gestalt.

Mit ihrer weißen Färbung und Größe sind sie meist gut zwischen dem Grün der Blätter auszumachen. Doch selbst, wenn Sie die Läuse auf den ersten Blick nicht entdecken, verraten sie sich: Wie die Blattläuse hinterlassen sie auf den tiefer gelegenen Blätter einen zuckerhaltigen, klebrigen Film, der Ihnen beim Gießen sicher auffällt, spätestens, wenn sich in ihrem Schlepptau Schwärzepilze ansiedeln und eine dunkle Pilzschicht hinterlassen.

Eine zeitaufwändige, aber effektive Möglichkeit, diese Schädlinge einzudämmen, ist das Abwischen mit einem rauen Schwamm oder einer ausgedienten Zahnbürste. Da man mit dieser Methode jedoch meist nicht alle Tiere und Eigelege erwischt und wenige Exemplare ausreichen, um eine neuerliche Ausbreitung zu entfachen, sollte man anschließend eine Behandlung mit einem Spritzmittel vornehmen. Hausrezept: Bewährt hat sich hierfür die Spiritus-Schmierseifen-Lösung. Der Spiritus-Anteil löst die Hüllen der Tiere an, die Schmierseife trocknet sie von innen aus. Zurück bleiben die leeren Hüllen, die sich leicht abstreifen lassen. Lösen Sie hierfür einen Esslöffel Schmierseife (erhältlich in Drogeriemärkten) und rund 10 ml Spiritus in einem Liter Wasser auf und besprühen Sie die Pflanzen von allen Seiten mit dieser Lösung tropfnass.

Die Prozedur am besten nach sieben bis zehn Tagen, bei Bedarf mehrmals, wiederholen, um just geschlüpfte, noch bewegliche Jungtiere zu erfassen. Nützlinge: Natürlicher Fraßfeind gegen Woll- und Schmierläuse ist der Australische Marienkäfer. Je nach Schildlaus-Art kommen andere Nützlinge zum Einsatz.

Spinnmilben an Kübel- und Wintergartenpflanzen: sofort behandeln!

Diese kleinen Tiere, die nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren zählen, sind die wohl lästigsten und hartnäckigsten Begleiter in jedem Topf- und Wintergarten. Am auffälligsten treten nicht die kleinen, weißen Tiere selbst, sondern ihre Gespinste in Erscheinung, die wie feinste Spinnennetze in den Blattachseln oder bei gebogenen Blättern zwischen den Blattnerven und Blattspreiten angelegt werden. Überwinterte Tiere sind im Frühjahr oft rot gefärbt, was ihnen den Namen -Rote Spinne- eingetragen hat. Das Problematische an diesen sommers wie winters, im Freien wie unter Glas stets präsenten Schädlingen ist ihre explosionsartige Vermehrung. Bemerkt man die Tiere nicht rechtzeitig, können sie eine Pflanze binnen einer Woche vollständig überziehen und entlauben. Denn auch sie saugen die Blattzellen leer, um sich von deren Saft zu ernähren. Die Zellen bleiben als leere Hüllen zurück und lassen die Blätter wie punktiert aussehen. Spinnmilben breiten sich vor allem im Sommer aus, wenn es heiß und die Luft trocken ist. Im Winter hat man in der Regel keine Last mit ihnen. Fallen Ihnen ab Mai fahlgrüne oder gelbe Blätter auf, sollten Sie diese genau betrachten. Mit der Lupe lässt sich sicher feststellen, dass es sich häufig nicht um eine gleichmäßige Verfärbung, sondern um eine Vielzahl kleinster Punkte handelt, die von agilen, umherlaufenden Spinnmilben herrühren. Haben Sie Spinnmilben in Ihrem Topf- oder Wintergarten identifiziert, hilft nur eine sofortige Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Hausmittel oder mechanische Methoden versagen bei den Tieren meist, die nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren zählen. Auch die so genannte -Pflanzensauna-, bei der man die Pflanzen mit Wasser einsprüht und mit einer Plastiktüte umhüllt, damit die Luftfeuchte konstant hundert Prozent beträgt, ist unserer Erfahrung nach kein zuverlässiges Mittel. Eine hohe Luftfeuchte vermag zwar die Vermehrung der Tiere zu bremsen, doch sie dezimiert die Populationen nicht. Nach der Pflanzensauna ist daher meist eine sofortige, erneute Ausbreitung möglich. Ein Abwischen der Gespinste, die sich oft zunächst auf den Blattunterseiten bilden, verlangsamt die Ausbreitung, kann sie aber ebenfalls nicht stoppen. Nützlinge: Bei einer Luftfeuchte über 60 Prozent können Sie Raubmilben einsetzen. Pflanzenschutzmittel: Achten Sie bei der Wahl der Pflanzenschutzmittel auf die ausdrückliche Eignung für Spinnmilben. Fabrikate, die allegemein -für saugende Insekten- ausgewiesen sind, erfassen nicht zwingend Spinnmilben.

Weiße Fliege: sanfte Bekämpfung

Diese reinweißen, flugfähigen Motten hinterlassen auf den Blättern ein bereits bekanntes Schadbild: durch das Anbohren und Aussaugen der Blattzellen wirken die Blätter fahl und punktiert. Überschüssiger Saft und die Ausscheidungen der Tiere bilden auf tiefer liegenden Blättern einen klebrigen Belag, der häufig von Schwärze-pilzen besiedelt wird. Allerdings werden Sie die Schädlinge rechtzeitig bemerken: sie fliegen rasch auf, wenn man die Kronen berührt. Die Mobilität macht ihre Bekämpfung mit Spritzmitteln schwierig, da man die auffliegenden Tiere nicht vollständig erfassen kann, die sich auf benachbarten Pflanzen wieder niederlassen. Zudem finden die Tiere nicht nur an Kübelpflanzen Gefallen, sondern auch an vielen Gemüsekulturen, so dass sie aus dem Garten laufend zufliegen. Praktisch ist dagegen, dass die Tiere offenbar auf die Farbe Gelb stehen. Hängt man mit Leim beschichtete Gelbtafeln in den Kronen gefährdeter Kübelpflanzen wie den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) auf, verfangen sich die Motten darauf. Nützlinge: Schlupfwespen dezimieren die Weiße Fliege.

Raupen, Käfer und Schnecken: Wie schütze ich meine Pflanzen richtig?

Wer Engeltrompeten (Brugmansia) kultiviert, kann ein ebenso langes Lied vom Hunger der Nackt-schnecken singen wie die Salatgärtner. Doch auch bei Schmetterlingsraupen und Käfern wie den Rüsselkäfern sind die Blätter bestimmter Kübelpflanzen eine willkommene Mahlzeit. Schnecken hinterlassen nicht nur angefressene Blätter, sondern auch eingetrocknete Schleimspuren, die im Sonnenlicht glitzern. Dabei ist es egal, ob es sich um Nackt- oder Gehäuseschnecken handelt: ihr Hunger ist enorm. Die Blätter werden sehr unregelmäßig angefressen, sowohl von Innen, als auch an Rändern her. Raupen fressen sich in der Regel akkurat und bogenförmig von den Ränder her zur Blattmitte vor. Zur Verpuppung rollen sich einige Arten in die Blätter ein. Dickmaulrüssler haben schwarze Körper mit langen, schmalen Köpfen. Sie fressen Buchten in die Blattränder. Gefährlicher aber sind ihre Larven, die versteckt im Boden leben und sich von Wurzeln ernähren. Da Kübel- und Wintergartenpflanzen aus aller Welt stammen und teilweise aus ihren Ursprungsländern importiert werden, kann man sich eine Vielzahl fremdländischer Raupen und Käfer einschleppen. Da sie oft erst nach Monaten aus Eiern oder Puppen schlüpfen, bleiben diese Blinden Passagiere oft lange Zeit unbemerkt. Da alle diese Tiere verhältnismäßig groß sind, ist es die beste Methode, sie abzusammeln. Tragen Sie dabei Handschuhe: vor allem Raupen sind zuweilen mit hautreizenden Haaren besetzt. Machen Sie sich vor allem in der Abenddämmerung auf die Suche, da die Tiere dann am aktivsten sind und sich mit einer Taschenlampe aufspüren lassen. Problematisch ist die Entsorgung der Tiere. Eine elegante Möglichkeit bieten sich all denjenigen, die Reptilien oder größere Fische zu Hause haben: eventuell kann man Raupen und Käfer als Futter einsetzen. Sonst bleiben kochendes Wasser oder Kochsalz zur Abtötung. Alternativ zerstört man den Korpus der Tiere. Nützlinge: Gegen Schnecken und Rüsselkäfer können überdies Fadenwürmer (Nematoden) eingesetzt werden. Sie werden in Wasser gemischt und mit dem Gießwasser verteilt. Sie dringen in die Schad-Tiere ein und verwenden sie als Nahrungsgrundlage.

Blattdünger oder normaler Dünger: was ist besser für meine Pflanzen?

Klassischerweise werden Kübel- und Wintergartenpflanzen über die Erde gedüngt. Im Boden werden die Nährstoffe aufgeschlossen, von den Feinwurzeln aufgenommen und in der gesamten Pflanze verteilt. Die Nährstoffaufnahme über die Blätter ist für die Pflanzen meist nur ein Zusatz, der in den Tropen von weit größerer Bedeutung ist als in anderen Klimazonen, denn hier ist jedes Quäntchen Nährstoff wertvoll. Da wir jedoch bestrebt sind, unsere Topfpflanzen optimal zu versorgen, überwiegen die Nachteile einer Blattdüngung. Zum einen muss die Dosierung sehr feinfühlig erfolgen. Als Grundregel geht man von einer Dosierung aus, die der Hälfte der Konzentration bei einer Wurzeldüngung entpricht. Da Dünger Salze sind, kann es sonst zu Gewebeschäden kommen. Blattdünger hinterlassen überdies Flecken auf den Blättern, die optisch stören und bei direkter Besonnung zu sekundären Blattschäden führen können. Legitim ist der Einsatz dagegen bei akuten Mangelerscheinungen, z.B., wenn die Eisenaufnahme der Wurzeln durch zu niedrige pH-Werte unterbunden ist. Hier kann eine Eisengabe über die Blätter rasch zur Genesung führen. Nichtsdestotrotz sollten Sie auch hier die Ursache beheben und dann wieder über die Wurzeln düngen.

Düngen ist ganz einfach

Topfpflanzen können die benötigten Nährstoffe nicht einfach aus dem Boden  holen. Es muss immer bedarfsgerecht dafür gesorgt werden, dass die benötigten Mengen-und Spurenelemente in der richtigen Zusammensetzung nachgeliefert werden können: