Nie mehr blühfaule Paradiesvogelblumen

Die Ähnlichkeit der Blüten der Strelitzia reginae mit dem Federkamm der Paradiesvögel brachte ihnen auch den Namen Paradiesvogelblume ein. Ebenso ist der Name Papageienblume für die Strelitzia reginae gebräuchlich. Obwohl Paradiesvogelblumen auch sehr attraktive Blätter besitzen, macht doch die exotische Schönheit der Blüten den besonderen Reiz dieser Pflanzen aus. Umso bedauerlicher ist es, wenn die Pflanze nicht blüht. Heute möchte ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihre Pflanzen mit der richtigen Pflege zum Blühen bringen können.

Die Strelitzia reginae stammt aus der Kapprovinz Südafrikas und ist heute als Kübelpflanze weltweit zu finden. Die hostartig wachsenden Stauden erreichen eine Höhe von ca. 1,5 Metern. Die langen Blütenstiele überragen die aufrecht wachsenden, bläulich-grünen, paddelförmigen, großen Blätter, sodass die Blüten wie Vögel über dem Strauch zu schweben scheinen. 

Strelitzia reginae – Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden und oftmals mit einer eingesteckten Plastikblüte verkauft werden, benötigen bis zu sieben Jahre, bis sie Blühreife erlangen. Haben Sie jedoch Ihre Paradiesvogelblume im spezialisierten Fachhandel gekauft, dürfen Sie erwarten, dass Sie einen Ableger erworben haben, der durch Teilung einer alten Pflanze entstand. Solche hochwertigen Pflanzen sind in der Regel bereits in der Lage zu blühen, auch wenn sie klein sind.

Strelitzia reginae „Mandelas Gold“ – Gelbe Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

Da einer der Hauptgründe für das Ausbleiben von Blüten der Papageien-blumen in der fehlerhaften Überwinterung liegen kann, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt, um solchen Fehlern vorzubeugen. Paradiesvogelpflanzen mögen ein helles ca. 10 bis 12 Grad warmes Winterquartier.  Die Bodenfeuchte sollte im Winter auf gleichbleibend niedrigem Niveau gehalten werden. Ein zu kalter Standort kann zusammen mit einer zu hohen Bodenfeuchte die Wurzeln schädigen und dazu führen, dass die Blüten ausbleiben. Eine Überwinterung in Wohnräumen ist einem zu kalten oder dunklen Standort vorzuziehen. Gedüngt wird die Strelitzia reginae während der Wintermonate nicht mehr. Strelitzien, die in Wohnräumen überwintern, blühen im zeitigen Frühjahr, Exemplare mit intensiverer Winterruhe im späteren Frühjahr oder Sommer.

Strelitzia reginae – Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

Während Paradiesvogelblumen im Winter eine Ruhephase schätzen, sind sie im Sommer sonnenhungrig und wärmeliebend. Ein vollsonniger Standort ist ideal. Von März bis Anfang Oktober darf die Strelitzia reginae nun auch in Maßen gedüngt werden.  Die Verwendung von flüssigem oder wasserlöslichem Volldünger ist Langzeitdünger vorzuziehen. Da sich im Gießwasser gelöster Dünger, der höchstens alle zwei Wochen verabreicht wird, besser in der Pflanzerde und zwischen den fleischigen Wurzeln verteilt, kann er besser aufgenommen werden.  Vermehren und vergrößern sich zwar die Blätter, die Blüten bleiben aber aus, ist dies ein Zeichen für Überdüngung. Im Sommer sollten Sie einem sonnigen Standort und auch der Hitze beim Gießen Rechnung tragen, aber auch im Sommer gilt es, die Wurzel vor Staunässe und Fäulnis zu bewahren und daher auch die Erde abtrocknen lassen.

Strelitzia reginae – Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

Neben einer zu kalten, dunklen Überwinterung oder einer Überdüngung reagieren Strelitzien auf verletzte Wurzeln mit dem Aussetzen der Blüte. Daher sollten Sie beim Umtopfen sehr behutsam vorgehen, sodass das Wurzelwerk nicht beschädigt wird. Fehlt der Pflanzen Substrat und mangelt es ihr daher an Nährstoffen, bleiben die Blüten aus. Deshalb sollten Sie die Papageienblume umtopfen, sobald der Topf gut durchwurzelt ist. Verwenden Sie dazu einen Topf mit nicht übermäßig größerem Durchmesser und außerdem eine lehmig-kiesige Pflanzerde ohne oder mit nur sehr geringem Torfanteil.

Strelitzia reginae – Paradiesvogelblume, Bird of Paradise, Strelitzia

Mit der richtigen Pflege werden Sie sicherlich jedes Jahr mit blühenden Prachtexemplaren belohnt.

 

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